Das neue Specialized S-Works Crux der fünften Generation setzt konsequent auf geringes Gewicht, Aerodynamik und maximale Geschwindigkeit. Mit einem Preis von 13.999 Euro und einem angegebenen Gesamtgewicht von nur 7,3 Kilogramm richtet sich das High-End-Gravelbike vor allem an ambitionierte Rennfahrer. Die Video-Präsentation zeigt eine kompromisslose Rennmaschine, deren Entwicklung eng an den Anforderungen schneller Langstreckenrennen wie Unbound Gravel ausgerichtet wurde.
Leichter Carbonrahmen trifft auf optimierte Aerodynamik
789 Gramm und deutliche Anleihen beim Tarmac
Das Herzstück des S-Works Crux ist der Rahmen aus hochwertigem FACT 12r Carbon. Er soll lediglich 789 Gramm wiegen und gehört damit zur internationalen Spitze besonders leichter Gravelrahmen. Seine Form erinnert sichtbar an das Straßenrennrad Tarmac SL8. Diese Nähe ist beabsichtigt, denn Aerodynamik spielte bei der Entwicklung eine zentrale Rolle.
Nach Angaben aus der Videoanalyse soll das neue Crux gegenüber der vorherigen Generation bei 45 km/h rund 12 Watt einsparen. Verbesserungen betreffen unter anderem Rahmen, Gabel, Sattelstütze, das integrierte Terra-Cockpit und die aerodynamisch ausgelegten Roval-Terra-Laufräder. Specialized kombinierte hierfür Windkanalarbeit, Simulationen verschiedener Untergründe und Telemetriedaten aus internationalen Gravelrennen.
- Gewicht: etwa 7,3 Kilogramm
- Rahmengewicht: angegebene 789 Gramm
- Material: FACT 12r Carbon
- Aerodynamikvorteil: 12 Watt bei 45 km/h
- Reifenfreiheit: bis zu 29 x 2,2 Zoll
- Preis: 13.999 Euro
Sportliche Geometrie für lange Gravelrennen
Direkte Beschleunigung und mehr Laufruhe
Die Sitzposition fällt ausgesprochen sportlich aus und soll sogar aggressiver sein als bei vielen Endurance-Rennrädern. Specialized hat den Sitzwinkel um ein halbes Grad steiler gestaltet und den Reach geringfügig verlängert. Gleichzeitig versprechen ein um 0,5 Grad flacherer Lenkwinkel und ein tiefer positioniertes Tretlager mehr Laufruhe bei hohem Tempo.
Wie die Praxisdarstellung im Video verdeutlicht, liegt die besondere Stärke des Crux in seiner unmittelbaren Beschleunigung. Das geringe Systemgewicht kann vor allem auf Strecken mit häufigen Tempowechseln Vorteile bringen. Für den rund 320 Kilometer langen Unbound-Kurs berechnet Specialized gegenüber dem Vorgänger eine um 9 Minuten und 58 Sekunden kürzere Fahrzeit.
Ein hoch spezialisiertes Race-Gravelbike
Die montierten Specialized-Pathfinder-Reifen besitzen ein zurückhaltendes Profil und sind auf niedrigen Rollwiderstand ausgelegt. Auf Asphalt und trockenen, schnellen Schotterwegen passt das zum Rennkonzept. Bei Nässe oder grobem Untergrund kann der begrenzte Grip jedoch zum Nachteil werden. Eine schwerere Laufrad-Reifen-Kombination könnte mehr Stabilität und Traktion bieten, würde aber den konsequenten Leichtbau abschwächen.
Damit ist das Specialized S-Works Crux weniger als komfortables Touren- oder Bikepacking-Rad gedacht. Es präsentiert sich vielmehr als extrem leichtes, aerodynamisches und hochpreisiges Race-Gravelbike für schnelle Wettbewerbe. Wer maximale Vielseitigkeit sucht, dürfte bei anderen Konzepten besser aufgehoben sein. Für leistungsorientierte Fahrer zählt das neue Crux dagegen zweifellos zu den spannendsten Rennmaschinen seiner Klasse.