Canyon Grail im Test: Aerodynamik, neues Cockpit und praktische Alltagstauglichkeit

Das neue Canyon Grail positioniert sich weiterhin als konsequent entwickeltes Race-Gravelbike, verbindet seine sportliche Ausrichtung jedoch mit zusätzlichen Transport- und Alltagsoptionen. Im vorgestellten Video wird analysiert, wie Canyon die Aerodynamik, Geometrie und Ergonomie der neuen Generation überarbeitet hat. Auffälligste Änderung: Der bekannte Doppeldeckerlenker des Vorgängers entfällt zugunsten eines vielseitigeren Cockpits.

Canyon Grail: Aerodynamik und neues Cockpit

Laut Herstellerangaben benötigt das neue Grail im Windkanal rund neun Watt weniger als sein Vorgänger. Eine verschraubte Rahmentasche soll weitere 1,5 Watt Ersparnis ermöglichen, da sie ohne außen liegende Gurte befestigt wird.

Groove Mount und sportliche Ergonomie

Das neue Cockpit verfügt über den sogenannten Groove Mount. Über diese integrierte Schnittstelle lässt sich Zubehör wie eine Aero-Auflage montieren. Hinzu kommen innen verlegte Leitungen, ein Lenkeinschlagschutz sowie ein Oberlenker mit leichtem Backsweep. Der reduzierte Drop von 115 Millimetern und die leicht nach innen ausgerichteten Hebel sollen mehrere Griffpositionen ermöglichen. Anders als beim bisherigen Doppeldecker-Cockpit ist ein Austausch gegen andere kompatible Lenker grundsätzlich einfacher.

  • Reifenfreiheit bis 42 Millimeter
  • Neues aerodynamisch optimiertes Rahmendesign
  • Groove Mount für Zubehör und Aero-Aufsätze
  • Integriertes Staufach im Unterrohr
  • Optionale Taschen, Schutzbleche und Gabeladapter
  • Sportliche Geometrie ohne Federgabel-Kompatibilität

Progressive Geometrie und Gravel-Ausstattung

Die Videodaten zeigen eine längere Front, einen flacheren Lenkwinkel und kürzere Vorbauten. Diese Kombination ist auf Laufruhe bei höherem Tempo ausgerichtet, soll aber zugleich eine direkte Lenkung erhalten. Die Sitzposition bleibt sportlich: Für die gezeigte Rahmengröße M wird ein Stack-to-Reach-Verhältnis von 1,44 genannt.

Für zusätzlichen Komfort verwendet Canyon eine D-förmige Carbon-Sattelstütze. Im Video werden außerdem 40 Millimeter breite Schwalbe-Reifen und DT-Swiss-Carbonlaufräder beschrieben. Das vorgestellte Grail CFR Di2 bringt laut dortiger Redaktionswaage mit zwei Flaschenhaltern 8,1 Kilogramm auf die Waage.

Staufach, Bikepacking und Modellvarianten

Transportlösungen trotz Race-Fokus

Im Unterrohr befindet sich ein Fach für Minipumpe, Multitool, Reifenheber, CO₂-Kartusche und TPU-Schlauch. Ergänzend sind eine Oberrohrtasche, eine verschraubte Rahmentasche und nachrüstbare Gabel-Sleeves für zusätzliche Halter vorgesehen. Ein speziell entwickeltes Schutzblechset erweitert den Einsatzbereich in Richtung Training und Alltag.

Das Modellprogramm umfasst die Carbonstufen CFR, CF SLX und CF SL. Je nach Ausführung stehen elektronische oder mechanische Gruppen von Shimano und SRAM sowie Einfach- und Zweifach-Antriebe zur Wahl. Das im Video vorgestellte CFR Di2 nutzt eine Shimano GRX Di2 2×12 mit einer leichtesten Übersetzung von 31 zu 34 Zähnen. Insgesamt erscheint das Canyon Grail damit als aerodynamisch ausgerichtetes Gravel-Racebike, das zugleich mehrere Lösungen für Langstrecke und leichtes Bikepacking bietet.