Egal ob spontane Overnighter oder mehrwöchige Tour – eine solide Navigation ist beim Bikepacking unverzichtbar. Je nachdem, wie lang und abgelegen deine Route ist, brauchst du entweder eine App, ein GPS-Gerät oder analoge Karten – idealerweise eine Kombination.
Diese Seite zeigt dir, welche Tools wirklich zuverlässig sind, welche Apps sich beim Bikepacking bewährt haben und wann ein GPS-Gerät oder sogar eine Papierkarte Sinn ergibt.
Digitale Navigation: Apps fürs Smartphone
1. Komoot – der Klassiker fürs Gravel- & Bikepacking
Was es kann:
- Routing mit Profil „Gravelbike“
- Offline-Karten
- Sehr große Community & fertige Touren
- Einfache Tourenplanung mit Highlights
Stärken:
- Ideal für Einsteiger & Fortgeschrittene
- Sehr gutes Kartenmaterial in Europa
- Touren lassen sich super teilen & speichern
Tipp: Regionen dauerhaft offline verfügbar machen, bevor du losfährst.
Empfehlung:
2. Outdooractive – für lange & ländliche Touren
Was es kann:
- Präzise Karten, auch Wander- & Forstwege
- Tourenplanung inkl. Höhenprofil
- Premium-Version mit Sprachnavigation & Wetter
Ideal für:
Bikepacker:innen, die auch wandern oder Querfeldein fahren.
Die Navigation ist etwas technischer, dafür extrem detailliert.
3. Ride with GPS – GPS-optimiert, beliebt bei Profis
Was es kann:
- GPX-Import/-Export
- Integration mit Garmin, Wahoo & Co.
- Gute Turn-by-Turn-Navigation (englischsprachig)
Vorteil: Extrem präzise Planung, super für Custom-Touren.
Nachteil: Weniger bekannt in Europa, weniger Community-Content.
GPS-Geräte – wenn das Handy nicht reicht
Wann lohnt sich ein GPS-Gerät?
- Mehrtägige Touren ohne Stromversorgung
- Regelmäßiger Einsatz bei jedem Wetter
- Lange Navigation bei vollem Sonnenlicht (bessere Lesbarkeit)
- Unabhängigkeit vom Handy-Akku
Garmin vs. Wahoo – was ist besser?
| Gerät | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Garmin Edge | Sehr präzise, viele Funktionen | Menüführung teils komplex |
| Wahoo ELEMNT | Einfach, intuitiv, klare Darstellung | Weniger Funktionen als Garmin |
Empfohlene Modelle:
Handyhalterungen fürs Gravelbike
Was bringt die beste App, wenn dein Handy rutscht, klappert oder rausfällt?
Beim Bikepacking brauchst du eine stabile, stoßfeste & wasserdichte Halterung.
Worauf du achten solltest:
- Lenkerdurchmesser & Kompatibilität
- Hält das Ding auch bei Vibrationen?
- Regenfest oder mit Hülle nutzbar?
Empfehlung:
Papierkarte oder Roadbook – lohnt sich das noch?
Kurz: Ja – als Backup.
Papier ist stromfrei, sturzsicher und funktioniert überall.
- Ideal für große Übersicht & spontane Umplanung
- Nützlich, wenn GPS ausfällt oder das Wetter schlecht ist
- Gutes Roadbook = motivierend, auch ohne Bildschirm
Tipp:
Scanne dir eigene Kartenabschnitte oder drucke Mini-Roadbooks für Tagestouren aus.
GPX & Tourenplanung – so geht’s richtig
- Plane mit Komoot oder Outdooractive & exportiere als GPX
- Lade GPX auf dein GPS-Gerät oder Handy
- Nutze Offline-Navigation (nicht auf Mobilfunk verlassen)
- Markiere Highlights, Wasserstellen, Biwakplätze vorher
Stromversorgung: Damit du immer navigieren kannst
Für GPS & Handy brauchst du unterwegs:
- Powerbank (mind. 20.000 mAh)
- USB-fähiges Frontlicht (falls auch Navi)
- Optional: Solarpanel oder Nabendynamo für Langstrecken
Empfehlung:
Welche Lösung passt zu dir?
| Reisetyp | Empfehlung |
|---|---|
| Wochenendtrip | Handy + Komoot offline, Powerbank, einfache Halterung |
| 3–5 Tage Tour | Handy + Powerbank + ggf. Outdooractive + Karte |
| Mehrwoche / Wildnis | GPS-Gerät + Handy als Backup + Papierkarte |